ELStAM (Elektronisches Lohnsteuerverfahren)

Elektronisches Lohnsteuerverfahren kommt 2013

 

Information für Arbeitnehmer/innen

 

 

Um die individuelle Lohnsteuer berechnen und an das Finanzamt abführen zu können, benötigt der Arbeitgeber vom Arbeitnehmer bestimmte Informationen, die sogenannten Lohnsteuerabzugsmerkmale (Steuerklasse, Zahl der Kinderfreibeträge, Freibeträge und Kirchensteuermerkmal).

 

Diese Information, die als elektronische LohnSteuerAbzugsMerkmale (ELStAM) bezeichnet werden, sind in einer Datenbank der Finanzverwaltung gespeichert und werden dem Arbeitgeber ab dem Jahr 2013 elektronisch für den Lohnsteuerabzug zur Verfügung gestellt.

 

Durch die elektronische Lohnsteuerkarte wird die Kommunikation im gesamten Lohnsteuerabzugsverfahren zwischen Beschäftigen, Arbeitgeber, Finanzamt und Meldebehörden erheblich vereinfacht. So wird beispielsweise der Kinderfreibetrag nach der Geburt eines Kindes oder bei einer Heirat die Änderung der Lohnsteuerklassen auf IV/IV automatisch beim Lohnsteuerabzug berücksichtigt.

 

Die Finanzverwaltung ermöglicht den Arbeitgebern den Zeitpunkt der Umstellung auf dieses elektronische Verfahren selbst zu bestimmen. Der genaue Zeitpunkt und weitere Informationen erhalten Sie rechtzeitig vor dem Start.

 

Bis zum Start des elektronischen Verfahrens behält die Lohnsteuerkarte 2010 oder eine Ersatzbescheinigung 2011 bzw. 2012 ihre Gültigkeit.

 

Bisher auf der Lohnsteuerkarte 2010 oder der Ersatzbescheinigung 2011 bzw. 2012 eingetragene Frei- und Hinzurechnungsbeträge verlieren mit der Umstellung auf das elektronische Verfahren ihre Gültigkeit und müssen für das Jahr 2013 grundsätzlich neu beantragt werden. Um Verzögerungen bei der Umstellung auf ELStAM zu vermeiden und einen zutreffenden Lohnsteuerabzug zu gewährleisten, empfehlen wir, bereits jetzt entsprechende Lohnsteuerermäßigungsanträge für 2013 bei Ihrem Wohnsitzfinanzamt zu stellen.

 

Die Steuerklasse, Kinderfreibeträge für Kinder unter 18 Jahren und das Kirchensteuermerkmal sind nicht neu zu beantragen. Pauschbeträge für behinderte Menschen und Hinterbliebene, die bereits über das Jahr 2012 hinaus gewährt wurden, behalten weiterhin Gültigkeit.

Um lange Wartezeiten zu vermeiden, bietet es sich an, den Antrag auf Lohnsteuerermäßigung 2013 aus dem Internet herunter zu laden (www.formulare-bfinv.de) und auf dem Postweg Ihrem Wohnsitzfinanzamt zu übersenden.

Haben Sie bereits eine Bescheinigung für den Lohnsteuerabzug 2013 dem Arbeitgeber vorgelegt, brauchen Sie nichts zu veranlassen. Die Daten dieser Beschäftigung werden beim Start des elektronischen Verfahrens dem Arbeitgeber vom Finanzamt bereitgestellt.

Die Finanzverwaltung weist darauf hin, dass die Beschäftigten Ihre ELStAM-Daten im Elster­Online-Portal überprüfen können, um sicher zu sein, dass die Angaben zur Berechnung der eigenen Lohnsteuer in der Datenbank der Finanzverwaltung korrekt erfasst sind. Dazu ist aus Gründen des Datenschutzes eine einmalige, kostenfreie Registrierung mit der steuerlichen Identifikationsnummer erforderlich (www.elsteronline.de/eportal). Außer Ihnen und dem Finanzamt ist nur der aktuelle Arbeitgeber zum Abruf der ELStAM-Daten berechtigt. Damit lange Wartezeiten verhindert werden, wird von einer Abfrage der ELStAM-Daten vor Ort beim Finanzamt abgeraten. Telefonisch ist die Auskunft aus Datenschutzgründen nicht möglich.

(Angaben ohne Gewähr)

 

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