Das Institut Straßenberger Konsens Training, kurz SKT, ruft zum 3. Mal in Folge den Kanzleimanager des Jahres bzw. die Kanzleimanagerin des Jahres aus. Ab sofort können sich Interessenten für den Titel bewerben. Von dem zweimaligen Jurymitglied Jörg Sydow haben wir im folgenden Interview einige interessante Tipps für die Teilnahme an dem begehrten Wettbewerb, an denen in den Vorjahren jeweils über 250 Kanzleimanager/innen teilgenommen haben, erhalten.

 

Kanzleimanager-NRW (KM-NRW):

„Herr Sydow, die Wahl zum Kanzleimanager bzw. zur Kanzleimanagerin des Jahres findet zum 3. Mal statt. Welche Tipps können Sie den Teilnehmern geben.“

 

Jörg Sydow (JS):

„Eine gute Herangehensweise ist, die Teilnahme wie eine Bewerbung zu betrachten.“

 

KM-NRW:     „Bewerbung?“

 

JS:                   „Ja, die Teilnehmer bewerben sich ja um einen Titel, den sie dann ein Jahr lang führen dürfen. Wenn also die verschiedenen Wettbewerbsunterlagen ordentlich zusammengestellt werden, können die Jurymitglieder durch eine übersichtliche Bewerbungsmappe schon positiv beeinflusst werden.“

 

KM-NRW:     „Ist das denn nicht selbstverständlich?“

 

JS:                    "Leider nein. Als Jurymitglied habe ich oft die einzelnen Teile der Wettbewerbsunterlagen erst selbst in eine Reihenfolge bringen müssen. Bei rund 250 Teilnehmern kann man sich vorstellen, dass eine gut gestaltete Bewerbung die Juryarbeit erleichtert. Machen Sie es der Jury so einfach und bequem wie möglich.“

 

KM-NRW:     „Was sollte noch beachtet werden?“

 

JS:                   „Die Bewerbungen sollten eines Kanzleimanagers angemessen sein. Dies bedeutet übersichtliche Aufmachung, damit der Lesende das Geschriebene schnell erfassen kann. Es gab in den letzten Jahren auch übertriebene Bewerbungen. Da haben sich manche Teilnehmerinnen künstlerisch austoben wollen, wohl um auf sich aufmerksam machen zu wollen. Das war oft dann zu schrill und die erhoffte Aufmerksamkeit ging nach hinten los.“

 

KM-NRW:     „Gab es noch andere Übertreibungen?“

 

JS:                   „Leider ja. Eine Teilnehmerin hatte die Unterlagen als Buch gebunden. Die Jury war anfangs begeistert. Doch die eigentliche Aufgabe wurde mehr als schlecht gelöst. Ich hatte damals das Gefühl das Skript des Kanzleimanager-Lehrgangs zu lesen und nicht die eigenen Ausführungen der Teilnehmerin.“

 

KM-NRW:     „Wie wichtig ist dann die Lösung der Aufgabe und wie werden die sonstigen Wettbewerbsunterlagen gewichtet.“

 

JS:                   „Das war interessant, da jedes Jurymitglied unterschiedliche Einstufungen für sich vornahm.. oftmals gab dann bei der abschließenden Bewertung die selbst geschilderte Veränderung des jeweiligen Teilnehmers oder die Beurteilung des Vorgesetzten den Unterschied zwischen Top Five oder Top Ten den Ausschlag. Das lag auch daran, dass die eigentlichen Aufgaben ziemlich gleichwertig von den Besten gelöst wurden.“

 

KM-NRW:     „Was haben die Besten besser gelöst als die Anderen?“

 

JS:                   „Viele Teilnehmer haben nur das Erlernte reproduziert. Passagen aus den Lehrgangs-Skripten wurden oft als Lösung angeboten. Wir Jurymitglieder wollten aber mehr die individuelle Lösung auf Basis des Gelernten und Erfahrenen.

                        Positiv fielen immer plakative Darstellungen von Szenen auf. Falls notwendig wurde diese noch abschließend erläutert.“

 

KM-NRW:     „Sie haben also Wert auf die Umsetzung des Gelernten gelegt?“

 

JS:                   „Ja, denn nur wer den Kanzleimanager „lebt“, wird mit einiger Übung den vielfältigen Herausforderungen des Kanzleialltags mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und Mandanten meistern können.“

 

KM-NRW:     „Wird es Neuerungen bei der diesjährigen Wahl geben?“

 

JS:                   „Ja, da wie schon erwähnt, jedes Jurymitglied andere Gewichtungen bei der Entscheidung heranzieht, wurden in Absprache mit Frau Musold und der bisherigen Jury neue Jurymitglieder in den Wettbewerb berufen.

                        Sonst bleibt bei der 3. Auflage zur Wahl des Kanzleimanagers des Jahres vieles beim Bewährten, vor allem bei den attraktiven Preise.“

 

KM-NRW:     „ Ist es denn sinnvoll nochmals teilzunehmen, wenn man bisher nicht gewonnen hat?“

 

JS:                   „Auf jeden Fall. Zum einen variieren die Aufgaben jedes Jahr und zum anderen hat sich gezeigt, dass man als bisherige Gewinnerin nicht automatisch im folgenden Jahr wieder zu den Top Five gehört.

Das liegt auch daran, dass in den Seminaren veränderte oder neue Inhalte vermittelt werden. Da wirken manche Antworten der Wettbewerbsteilnehmer veraltet, ähnlich wie bei langweiligen Begrüßungen oder überholt und abgedroschen wie bei Versicherungsgesprächen. Kreativität und Individualität setzen hier positive Akzente.“

 

KM-NRW:     „Haben denn Kanzleimanager bzw. –managerinnen, die später einen Lehrgang

besucht haben, einen Vorteil?“

 

JS:                   „Das könnte man im ersten Moment annehmen. Doch hier hat ja jeder Lehrgangsteilnehmer die Möglichkeit einzelne Module bei SKT kostenlos zu wiederholen.

Da haben dann eher die Teilenehmer der Lehrgänge zum Premiumkanzleimanager oder damals zum Fachwirt für Kanzleimanagement durch ihr breiteres und tieferes Wissen einen kleinen Vorteil.

Doch wer den Kanzleimanager „lebt“, das Gelernte tatsächlich bereit ist umzusetzen und auszuprobieren und stets auf dem Laufenden bleibt, erhöht seine eigenen Chancen.“

 

KM-NRW:     „Wie kann man denn ohne Wiederholungsseminar noch auf dem Laufenden bleiben?“

 

JS:                   „Da bieten Kanzleimanager-Stammtische wie in Duisburg eine gute Gelegenheit zum Gedankenaustausch. Die Teilnehmer sind dort sehr rege und geben sich viele Hilfestellungen im Kanzleialltag. Neuerungen werden kundgetan und Erfahrungen ausgetauscht.“

 

KM-NRW:     „Nicht überall gibt es in Deutschland so einen Stammtisch. Gibt es andere Möglichkeiten wichtige Änderungen oder Neuerungen zu erhalten?“

 

JS:                   „Der Stammtisch Kanzleimanager-NRW hat eine Homepage. Dort gibt es immer interessante und wichtige Neuigkeiten und man kann auch den Newsletter des Stammtisches kostenlos anfordern. In ihm findet man weitere Hinweise und Informationen für den täglichen Kanzleialltag.“

 

KM-NRW:     „Herr Sydow wir danken Ihnen für das Interview und für die vielen Tipps.“

 

JS:                  „Ich danke Ihnen auch für das Interview und wünsche den Teilnehmern und Teilnehmerinnen an dem Wettbewerb viel Erfolg!“

 Nächstes Arbeitstreffen

für Duisburg

am 12. Juni 2018

ab 19:00 Uhr

Kartoffel-Kiste

Schweizer Straße 105

in 47058 Duisburg